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Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Universität Kiel beschäftigt sich mit der Frage, wie Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen gemeinsam mit hoch spezifischen Gemeinschaften von Mikroben funktionale Einheiten, sogenannte Metaorganismen bilden. Die Forschenden des SFB untersuchen, warum und wie mikrobielle Gemeinschaften diese langfristigen Verbindungen mit ihren Wirtsorganismen eingehen und welche funktionellen Konsequenzen diese Wechselwirkungen haben. Wie das Zusammenspiel eines Metaorganismus funktioniert, beginnt die Wissenschaft gerade erst zu entschlüsseln. Vieles spricht schon jetzt dafür, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze auf der Balance aller beteiligten Organismen beruht. Auf der anderen Seite haben viele schwerwiegende Krankheiten ihre Ursache möglicherweise in einer gestörten Beziehung von Körper und Bakterien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kiel wollen im Rahmen des Verbundforschungsprojekts dieses neuartige wissenschaftliche Feld mit der Entwicklung eines umfassenden wissenschaftlichen Modells des Metaorganismus vorantreiben. Ihr langfristiges Ziel ist es damit, bessere Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene schwerwiegende Umwelterkrankungen zu entwickeln.